Frühlingserwachen einer Burgruine

 

 

Falls Sie wieder einmal durch Questenberg wandern oder durchfahren sollten, werden Sie neben der bekannten Queste oder dem Roland optisch etwas entdecken, was fast in Vergessenheit geraten ist.

Die Burgruine der Questenburg!

Obwohl strategisch nie bedeutend, steht sie seit ca.1250 als Zeichen eines ehemaligen Amtes über sieben Dörfer und ist ein Teil der vielfältigen Geschichte des Mittelalters im Südharz. Seit dem 15. Jahrhundert nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt und seit 1649 stark verfallen, haben die Gebäudereste bis heute standgehalten.

Ein kleiner Förderverein Questenburg e. V. (21 Mitglieder) versucht seit 2014 mit Engagement die in der Vergangenheit fast zugewachsene Ruine aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Verein hat sich vorgenommen die Burgruine wieder für die Region Mansfeld-Südharz als touristische Sehenswürdigkeit zu erschließen.

Als Erstes mussten viele bürokratische Steine und Hürden mittels konstruktiver Absprachen und Verhandlungen mit dem Eigentümer (Gem. Südharz), Natur- und Denkmalschutz beiseite geräumt werden. Damit konnte der Verein unter speziellen Auflagen tätig werden, sodass sich jetzt sichtbare Erfolge zeigen. Interessierte Besucher und Wanderer im Südharz erklimmen wieder den ca. 70 m hohen Burghügel und freuen sich über die Sicht auf das Dorf, zur Queste und in die Goldene Aue. Besonders in den Wintermonaten ist die Burgruine ein Ort, wo die Sonne im Tal am längsten scheint.

Ein Aufsteller des Fördervereins am Torbogen informiert über wichtige Daten der Geschichte, Wechsel der Burgherren, Grundriss sowie der Versuch einer Rekonstruktion zur historischen Burgansicht. Ein Faltblatt über den Burgverein (Ziele und Kontaktdaten) ist im Schaukasten der kleinen Heimatstube oder in der Gaststätte „Zur Queste“ in Questenberg erhältlich.

Nunmehr sind die Sichtachsen und die historische Verbindung vom Questenhügel zur Burg und umgekehrt wieder hergestellt. Unterstützung erfolgte durch forstspezifischer Hilfe des Biossphärenreservates Südharz, des Fördervereins „Zukunft im Südharz“ (Projekt zum Freischnitt einer geschützten Naturschutzfläche „Naturnahen Kalktrockenrasen“ des unteren Burghanges) und durch eine abgestimmte 2-tägigen Mitarbeit einer regionalen Beschäftigungsgesellschaft.

Die bisherigen Maßnahmen bedingen eine nachhaltige Folgepflege bzw. Arbeitseinsätze für den Förderverein in den nächsten Jahren. Die Burgruine ist bedeutend für alle im Ort tätigen Vereine in Hinblick auf die Traditionspflege, Erhalt des Dorfbildes, der Queste und den restaurierten Roland (hoffentlich 2016 wieder aufgestellt). 2016 konnte der Förderverein die Aufnahme eines Projektantrages (touristische Erschließung und Sicherung der Questenburg) in die regionale Förderung (Leader-LIM- Programm) erreichen. Mit der aktuell vorliegenden Zustimmung der zuständigen Denkmalbehörde zur Sicherung des: „weithin sichtbaren romanischen Torgebäude als wertvollste und seltene Denkmalsubstanz einer mittelalterlichen Burganlage des 13. Jahrhunderts“ ist der Förderverein eines seiner gesteckten Ziele zur Sicherung der Burganlage ein wesentliches Stück näher gekommen. Der dazu notwendige 50%-ige Vereinseigenanteil mindert die Freude über die in Aussicht stehende Fördersumme von ca. 18.500 €. Momentan stehen dem Ende 2013 gegründeten Förderverein eigene Finanzreserven in dieser Größenordnung nicht zur Verfügung.

Deshalb hier ein Appell und Bitte an alle Burgenfreunde, heimatverbundene regionale oder überregionale Sponsoren, Firmen, Gewerke und Privatpersonen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass der Förderverein Questenburg die Möglichkeit zur Projektumsetzung und Freigabe der Fördergelder nutzen kann, um den markantesten Teil der Questenburg zu sichern und für die Zukunft zu erhalten.

Es macht Sinn und findet Anerkennung wenn man öffentlich dokumentieren kann: Hier hat meine Spende etwas nachprüfbar Sichtbares bewirkt. Gleichzeitig hat man ein Stück „Heimat“ oder auch für sich selbst ein Stückchen Erinnerung bewahrt und etwas Wichtiges für die Region und für die nächsten Generationen gerettet. Bitte helfen auch sie mit, dass unsere schöne Region im Südharz mit seiner einmalig reichen Geschichte in Deutschland erhalten bleibt, Besucher und Einwohner hierher gern kommen und bleiben.

Für Anfragen oder weitere Informationen steht Ihnen die Mitglieder des Fördervereins oder der Vorsitzende, Herr P. Reinhardt gern Rede und Antwort. (Kontakt ...). Auf Anfrage können Führungen zur Burgruine vereinbart werden.

 

IBAN DE15800550080601013670  ***  BIC: NOLADE21EIL  ***  Kennwort: Spende Torbogen

 

Questenberg, im Mai 2016

Dr. R. Schmidt
stellv. Vorsitzender


 

 

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